Der richtige Schuh für die richtige Sportart
Die Unterschiede zwischen Running- und Walkingschuhen resultieren aus den unterschiedlichen Bewegungsabläufen beider Trainingsformen.
Beim Walking setzt der Fuß mittig der Ferse am Boden auf und rollt linear über den Mittelfuß und weiter über die Zehen ab. Beim Walken befindet sich immer ein Fuß am Boden, d.h. die Aufprallkräfte verteilen sich auf beide Beine und sind daher geringer als beim Laufen. Wegen des steileren Aufsetzwinkels beim Walken wird das Schuhwerk hier mit einer größeren Abschrägung versehen, als dies bei Running Schuhen der Fall ist. Bei den Walkingschuhen besteht der Fersenbereich aus einer Einheit. Dadurch kann der Schuh gerade nach vorne rollen. Der Körperschwerpunkt wandert beim Walken auf das vordere Bein. Die Sprengung (Höhendifferenz zwischen Vorund Rückfuß) ist bei Walkingschuhen sehr gering gehalten. Dadurch werden Waden und Schienbeinmuskeln beim Aufsetzen der Ferse nicht so belastet, da beim Walken deutlich aktiver über die Ferse abgerollt wird und die Zehen stärker angehoben werden.
Beim Laufen setzt der Schuh auf der Außenkante der Ferse am Boden auf und rollt in einer leichten S-Bewegung bis zum Vorfuß ab. Hauptkriterium für die Laufbewegung ist eine Flugphase. Hier wirken Aufprallkräfte bis zum 3,5-fachen des normalen Körpergewichts. Um die hohen Aufprallkräfte beim Laufen abzubremsen wird der Fersenbereich bei Laufschuhen geteilt. Man spricht hier von einer Entkoppelung der Ferse. Der Schwerpunkt beim Running wirkt senkrecht in der Körpermitte. Um den Aufprall des Schuhes entsprechend zu dämpfen und den Übergang in den Mittelfuß zu unterstützen wird ein Laufschuh im Fersenbereich tendenziell ein wenig höher gebaut.
